Donnerstag, 6. Januar 2011

Coyote im Vorgarten ;)



Heute schneit es mal wieder, nachdem die spärlichen Schneereste zuvor komplett weggetaut waren. Hier hat es deutlich weniger Schnee als in Deutschland! Mit hier meine ich hier in Hamilton. Zwischen Weihnachten und Neujahr waren wir in Quebec, genauer gesagt in Montreal, und da hatte es reichlich Schnee.

Jedenfalls hat es heute nachmittag wieder angefangen zu schneien, und in der Dämmerung hat sich dann meine Sammlung an ihm "Vorgarten" gesichteten Wildtieren vergrößert: ich dachte zuerst, das sein nur ein Streuner wegen dem scheckigen Fell, und war schon kurz davor, ihn einzufangen. Aber bei näherem Hinsehen war ich mir nicht mehr so sicher. Nächste Vermutung war ein Fuchs, aber dazu waren die Ohren und der Schwanz zu klein. Die Farbe war eher wölfisch, aber Wölfe gibt es hier nicht, und dafür war das Tier auch nicht groß genug. Bliebe noch Coyote übrig, wobei ich nicht sicher bin, ob dafür die Schnauze spitz genug ist. Hier gibt es wohl auch "Coydogs", ein Hybrid zwischen Hund und Coyote.


Letztendlich habe ich keine Ahnung, was ich da gesehen habe, und die Fotos geben nicht viel her, weil es schon recht dunkel war ;) - aber ich bezeichne es jetzt einfach mal als Coyote. Ich bin überrascht, die hier zu sehen - auch wenn der Grünstreifen vorm Haus entlang der Hochspannungsleitung recht lang ist und einige Parks und das Escarpment kreuzt, dachte ich, dass sie scheuer sind.

Montag, 6. Dezember 2010

"Wildnis pur in Kanada"

Vor kurzem, unser Blick aus dem Küchenfenster spätnachts:


Und aus dem Schlafzimmerfenster heute morgen:


Eichhörnchen gibt es hier jede Menge. Es ist eine andere Art als in Deutschland; nicht rot, sondern grau, und deutlich zutraulicher. Dieses Exemplar war überaus unerschrocken und hat sich trotz meiner Anwesenheit auf den Fenstersims gesetzt - woher es das Brot hat? Keine Ahnung. Selbst Julian, der im Hintergrund auf und ab gesprungen ist um mir das Bild zu versauen, hat es nicht geschafft es zu vertreiben. Im Gegenteil, es hat am Fenster gekratzt und wollte hereingelassen werden!?!

Ein anderes Eichhörnchen hat es sich letztens gründlich mit mir versaut: Julian und ich sind nichtsahnend den Gehweg entlang geschlendert, als mich mir eines am Bein hoch gesprungen ist! Gut, um fair zu sein muss man dazu sagen, dass es sich den Gehweg zwischen einer Mauer und der stark befahrenen Straße mit uns teilen musste, und es mich in seiner Panik wohl irgendwie für einen Baum gehalten haben muss. Julian hat fand mein Gequietsche überaus lustig.

Seit heute in unserer casa: ein Weihnachtsbaum :).


Und seit Anfang Dezember ebenfalls zu Gast: unser Adventskalender - in der gesamten Wohnung verteilt. Morgen (=6.Dezember) gibt's für Julian einen Nikolaus.



Ja, Weihnachten kann kommen! :)

Montag, 18. Oktober 2010

Bei uns zuhause...

Auf mehrfachen Wunsch hin gibt es jetzt mal Bilder von unserer Wohnung. Gerade ist ein guter Zeitpunkt, sie zu fotografieren, weil wir am Wochenende kurz Besuch hatten und es dementsprechend aufgeräumt aussieht. Mit dem Einrichten sind wir aber immer noch nicht so ganz fertig, und werden es wohl auch nicht so bald sein ;).

Am Wochenende waren wir nämlich bei Julians Eltern in Kitchener/Waterloo, zum Thanksgivingessen - eine Woche verspätet, aber so genau nimmt das in der Familie keiner. Freitagabend haben wir genutzt um kurz beim Oktoberfest in Waterloo vorbeizuschauen, aber das ist eine rechte Reduktion des Originals - auf's Biertrinken. Und einen Festplatz mit gebrannten Mandeln gibt es auch nicht. Julians Freunde waren aber überaus witzig und sympatisch, und wir haben uns dann durch ein paar Bars und Clubs gehangelt.
Samstag waren wir dann kurz die Uni besichtigen, vietnamesisch essen (yummie!), und shoppen (bzw. nicht-shoppen - gekauft haben wir nichts, außer einen Wein fürs Dessert).

Das Thanksgivingdinner am Abend bei Julians Family war auch überaus witzig - ein paar Stories aus Julians Kindheit hat er mir wohl verschwiegen. Wie z.B. die, als sie mit dem Auto unterwegs einen Polizisten nach dem Weg gefragt haben, und Julian nichts besseres zu tun wusste als aus dem Rücksitz zu plärren "Daddy doesn't wear a seatbelt!" ^^.

Auf den Rückweg haben uns dann Julians Bruder und dessen Freundin bei uns hier abgesetzt, und da wären wir auch wieder beim eigentlichen Thema, der Wohnung. Sie waren sehr beeindruckt von der Größe - in Toronto, wo die beiden wohnen, wäre eine solche Wohnung unbezahlbar. Hier also eine kleine Führung:

Das ist die Aussicht, die man an der Wohnungstür genießt. Typisch für viele amerikanische Wohnungen: man steht direkt im Wohnzimmer. Was bei uns gleichzeitig auch Esszimmer und Büro ist - meines. Links am Fenster steht mein Schreibtisch - aber da mein Netbook so handlich ist findet man mich auf oft auf dem Sofa oder im Bett damit.

Wenn man dann seine Schuhe ausgezogen hat (Schuhe in der Wohnung sind für Julian eine absolute Unmöglichkeit) und sich umsieht, dann schaut das so aus:

Die Tür mit dem Spiegel dran ist die Wohnungstür. Links und rechts davon sind zwei Rumpelkammern - sehr praktisch. Davon gibt es insgesamt vier Stück in unserer Wohnung, was das Aufräumen sehr erleichtert: Zeug rein, Tür zu, fertig.

Von der Couch aus hat man freie Sicht zur Küche hin - bzw. von dort zur Couch:

Da die Küche zwei riesige Balkontüren und entsprechend viel Licht hat, hat Julian den Küchentisch in sein Büro umfunktioniert. So kann man beim Kochen und Essen bequem Filme schauen und Musik hören.

Unspektakulär, das Badezimmer:

Und, noch dekorationsbedürftig, das Schlafzimmer.

Et voilá! Das war unsere Wohnung.

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Na wo bin ich denn hier gelandet?!

Nach nun sechs Wochen in Kanada gibt es noch immer kaum Berichtenswertes, aber ich werde trotzdem mal einen Versuch starten und ein paar Erkenntnisse mit euch teilen.

Kanada ist nicht Asien.

Rein geographisch war mir das zwar klar, aber trotzdem hat die Erkenntnis etwas länger gebraucht. Meine Aufenthalte in Singapur, China oder Korea hatten einen unglaublich hohen Exotikfaktor - tolles Essen, außergewöhnliche Menschen, neue Kulturen... Kanada dagegen: Essen gleich, Menschen nicht groß verschieden von zuhause - und auch die kulturelle Landschaft kann man nicht gerade als außergewöhnlich bezeichnen.

Es gibt natürlich auch Gutes zu berichten - die Ladenöffnungszeiten z.B., ein großes Plus (für das man mit extrem hohen Lebensmittelpreisen bezahlt, aber naja, ich wollte ja was positives schreiben.... ;) ).

Lonely planet hat (fast) immer recht

Hoffnungen, dass alle Informationen meiner Vorabrecherche nicht mehr akkurat wären und sich Hamilton in den letzten Jahren von einer typischen Stahlindustriestadt in einen zweiten strahlenden, kulturell boomenden Ruhrpott verwandelt hätte, haben sich leider nicht bewahrheitet. Mein Lonely planet, Ausgabe von 2003, spricht von "efforts to clean-up the city". Dabei muss es wohl geblieben sein. Wir wohnen glücklicherweise nicht downtown (=bissl verratzt), sondern im Westen (=Univiertel). Den (die?) Niagara Escarpment kann Hamilton aber keiner nehmen - besonders jetzt, wenn die Herbstfarben auftauchen, kommt hier fast etwas Stuttgart-Kessel-Feeling auf.

Wer Weingüter besuchen will, der braucht einen Chauffeur

Herumreisen ist natürlich wie in den meisten Industrieländern eher teuer - ein eigenes Auto ist ein großer Vorteil.

Ein Wochenende z.B. waren wir südöstlich von hier auf mehreren Weingüter zur Weinprobe. Die drei besuchten Weingüter lassen sich allesamt praktisch nur mit eigenem Wagen erkunden - was das Ganze etwas sinnlos macht, denn das Alkohollimit ist hier recht niedrig. Gut, das Julian mich ohnehin nicht ans Steuer lässt und sich die Frage "wer fährt?" von vornherein erledigt :p.

Niagarafälle - overrated :(

Verbunden haben wir das ganze dann mit einem Besuch der Niagarafälle. Not impressed. Die sind sicherlich außergewöhnlich - aber anhand des Hypes, der darum gemacht wird, hatte ich doch etwas deutlich imposanteres erwartet. Naja, als Hintergrund für ein paar Fotos war's recht.

Ich und Arbeit?!?

Zur Jobsuche gebe ich jetzt mal keine Auskunft da es nichts zu erzählen gibt. Das darf man nun aber nicht auf den kanadischen Jobmarkt schieben, sondern hauptsächlich auf meine Planlosigkeit. Naja, das wird auch noch ;).

Dienstag, 18. Mai 2010

wieder Korea...

Mittlerweile bin ich schon seit zwei Wochen wieder in Korea. Viel zu berichten gibt es aber nicht - die meisten Sightseeingspots habe ich schon letztes Jahr besucht, und nachdem meine Diplomarbeit durch ist, bin ich gerade auch sehr happy damit, einfach nur lange im Bett zu bleiben und nichts zu tun.

Hier mal ein paar Bilder von den wenigen Dingen die bisher passiert sind:




 

Vor der Abfahrt in Stuttgart, noch in der S-Bahn am 1.Mai. Die Reise geht zuerst nach Istanbul, und von dort weiter nach Seoul. Gottseidank gab es da mal gerade keine Aschewolke aus Island ueber Europa.

 




In Seoul angekommen konnte Julian mich nicht abholen, weil er mit dem Kletterkurs unterwegs war, von dem es spaeter noch was zu erzaehlen gibt. Also habe ich meine Koffer gepackt, bin durch die Immigration, am Geldautomaten eine Million koreanische Won abgehoben (ich bin reich!!!), Handy gemietet (selbst mein Quadbandhandy bringt mir hier nichts, hier laeuft alles ueber UMTS - und jeder empfaengt kostenslos mehrere Fernsehsender ueber sein Handy! Sehr praktisch in der U-Bahn), habe mein Busticket gekauft und bin etwa eine Stunde vom Flughafen Incheon nach Seoul gefahren. Im Ausland habe ich im Bus oft Panik, meinen Stop zu verpassen, ich musste mich daher sehr beherrschen nach insgesamt 17 Stunden unterwegs nicht einzuschlafen. Aber Korea ist so einfach - die Stops werden alle auf koreanisch und englisch angesagt.

Auf dem Weg dorthin habe ich versucht, Julian anzurufen um mitzuteilen, wann ich genau da bin - man weiss ja nie genau, wie lange alles dauert. Leider habe ich mir wohl die falsche Nummer notiert, denn es ging nur ein Band mit einer netten Dame ran, die mir wohl mitteilen wollte, dass die Nummer nicht vergeben ist. Bloed. Julian hatte meine Nummer natuerlich nicht, ich hatte das Handy ja erst kurz zuvor gemietet. Naja, dachte ich mir, er wird schon irgendwann demnaechst an der Bushaltestelle vorbeischauen wenn ich mich nicht melde. Hat er dann auch. Eine Stunde spaeter. Naja, war nicht so wild. Zu ihm nach hause ist es von dort nicht mehr weit, und selbst sein koreanisches Bett (nur eine sehr duenne Matratze direkt auf dem Boden) fuehlte sich super bequem an.



Im Laufe der Woche sind wir dann mal ins Namsangol Hanok Village beim Namsan Park gefahren. Hanok ist ein Begriff fuer die traditionellen Haeuser, mit geschwungenen Daechern und so. Dieser Park ist aber mitten in der Stadt, und deswegen nicht uebermaessig gross. Vergangenes Jahr war ich ja in Suwon im Folk Museum, das tatsaechlich ein gesamtes Dorf war; weiter im Sueden gibt es wohl noch bessere Museen dieser Art. Das Namsangol in Seoul ist jedenfalls sehr klein, mit nur fuenf Haeusern. Aber dafuer war gerade irgendein Festival im Gange, und es gab ein paar Vorfuehrungen und so weiter. Demnaechst gibt es vielleicht noch ein paar weitere Posts. Mal sehen.
 

 

 

 

 

 

 

Dienstag, 7. Juli 2009

Yunnan, China

So, nachdem es in China leider nicht hingehauen hat mit regelmäßig bloggen (google blogs sind da wohl gesperrt) gibts hier einen kleinen Nachtrag.
China

Kurz zusammengefasst: wir sind 20 Tage rumgereist; los ging es in Guangzhou in der Proving Guangdong, dann per Flieger nach Kunming in Yunnan; nach Lijiang, dann Baisha, Tiger leaping gorge, Shangri-La, Deqin, Feilai Si, Yubeng und zurück nach Deqin; dann weiter nach Dali und von dort den ganzen Weg zurück nach Lijiang, Kunming und Guangzhou. Dabei haben wir um die 4000 km zurückgelegt und über 4000 Höhenmeter überwunden auf dem Weg von subtropischen Guangzhou bis ins im Himalayagebirge liegende Deqin.

Montag, 13. April 2009

Seoul, Nami Island, Suwon

Von Korea

So, mitterweile ist mein Urlaub auch schon etwas weiter fortgeschritten. Ich geniesse gerade den Vormitag alleine, waehrend Julian an der Uni ist. Vergangene Woche war ereignisreich: voriges Wochenende waren wir in Nami Island. Ich war allerdings vom Flug noch total muede, Daher haben wir dort ausser kochen und spazierengehen nicht viel geschafft. Aber dafuer war das Wochenende ja auch gedacht.
Am Montag habe ich dann meine Sightseeing-Tour durch Seoul gestartet im Gyeongbokgung Palace.
Von Korea

Von Korea

Die Tempelanlage ist riesig, und obwohl man immer noch mitten in Seoul ist fuehlt man sich wie mitten in der Natur. Gerade ist auch Kirschblueten- und Magnolienbluetenzeit, und damit nahezu die ideale Zeit.
Neben Sightseeing war ich auch viel Shoppen, unter anderem beim Dongdaemun Market. Bisher habe ich nur die Eindruecke auf mich wirken lassen und noch kaum etwas gekauft; heute abend soll das anders werden.

Eigentlich gibt es auch in Seoul genug zu sehen, aber ich wollte trotzdem mal etwas raus und bin daher Donnerstag mit der Bahn in ein Folklore-Dorf in der Naehe von Suwon, etwa 1 Stunde suedlich von Seoul, gefahren. Das ist so eine Art Living History Museum, und neben den verschiedenen Haeusern kann man auch viele Handwerker sehen die zum Beispiel Seide spinnen oder Koerbe flechten.
Von Korea
Von Korea
Von Korea

Von Korea
In diesem Dorf gibt es auch einige Vorfuehrungen, unter anderem diesen Farmerstanz:
Von Korea


Die Baender sind an der Muetze der Taenzer befestigt, und indem sie den Kopf bewegen und Spruenge ausfuehren bringen sie diese dazu schoene Formen zu bilden. Das letzte Wochenende waren wir dann an der Ostkueste in Sokcho. Von dort ist es nicht weit zum Seoraksan Nationalpark; Bilder davon gibts naechtest mal da Julian seine Kamera heute nicht dagelassen hat und ich keine Fotos geschossen habe.

Dienstag, 7. April 2009

Seoul

So, hier gibts mal wieder was neues :) Ich bin gerade in Seoul unterwegs. Obwohl ich schon fuenf Tage hier bin kommt es mir vor als haette ich noch so gut wie nichts gesehen. Am Wochenende waren wir in Nami-san; unter der Woche muss Julian ja an die Uni, so dass ich den Vormittag fuer mich habe und die ganzen touristischen Dinge machen kann. Oder auch mal ausschlafen :)
Essenstechnisch ist Korea eine kleine Herausforderung da ich natuerlich nie weiss was vegetarisch ist, und um danach zu fragen fehlen mir die Sprachkenntnisse. Neue Sachen ausprobieren kann ich deswegen nur wenn Julian dabei ist und fuer mich bestellt - was aber auch schief gehen kann: letztens hatte ich zwar wie gewuenscht kein Fleisch, dafuer aber Tintenfisch und Muscheln in meiner Suppe. ;) - war aber kein Problem das umzutauschen.

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Gili Islands und zureuck nach Bali

Leider kann ich euch noch immer nicht mit Bildern begluecken weil die Internetpreise hier umgekehrt proportional zur Bandbreite verlaufen, und die ist hier nicht berauschend.
Aber ich kann euch ja mal ein wenig von meiner Tour berichten, Bilder gibts dann eben erst wenn ich wieder zurueck in Stuttgart bin.

Also: die erste Woche war ich zusammen mit einem Freund aus Singapur in Legian im Suedwesten Balis. Dort hat es wunderschoene Sandstraende, manche weiss, andere schwarz. Waerend meine Begleitung einen Surfkurs gemacht hat bin ich schoen Shoppen gegangen.
Danach ging es nach Ubud, was sowas wie das kulturelle Zentrum Balis ist und auch relativ zentral in der Mitte der Insel liegt. Dort gibt es unglaublich viele Museen und Galerien etc. - und viele Shoppingmoeglichkeiten.

Danach bin ich alleine weiter nach Padang Bai im Osten Balis, und von dort Lombok, die Nachbarinsel, und direkt weiter auf die Gili Islands, die Verkoerperung des Paradieses auf Erden. Absolut weisse Sandstraende, kristallklares blaues Wasser, Korallenriffe direkt vom Strand aus zu erschnorcheln - und alles in einer absolut ruhigen und relaxten Umgebung, ganz ohne Auto- oder Motorradverkehr, sondern nur Pferdewaegen und Fahrraeder.

Inzwischen habe ich mich wieder von dort losgeeist (hauptsaechlich nachdem die ganze Schnorchelei eine so ungleichmaessige Braeune bei mir hinterlassen hat, ich sehe aus wie ein einseitig gebratenes Schnitzel) und bin zurueck nach Bali nach Candi Dasa. Candi Dasa hat keinen Strand mehr weil in den 80ern das vorgelagerte Korallenriff abgebaut wurde weil man es fuer Beton verwenden wollte. Den schoenen weissen Sandstrand hat es daraufhin weggewaschen. Aber es gibt noch genuegend kleinere Buchten in der Naehe, von denen aus man auch schnorcheln gehen koennte - wenn man denn wollte. Ich denke ich begnuege mich eher mit einem Schattenplatz an Ufer ;)

LG iane

Dienstag, 23. September 2008

Wieder in Asien!!! :)

Hey! Ich bin wieder in Asien :) Statt in die Tuerkei zu fliegen wie urspruenglich geplant habe ich kurzerhand einen Flug fuer vier Wochen nach Singapur gebucht um ein paar Leute wiederzusehen :)
Inzwischen bin ich mal wieder in Indonesien, zuerst in Bintan in einem Hostel auf Stelzen im Meer mit einem absolut einsamen Strand; und jetzt auf.... BALI!! I love it here :)
Morgen oder so gibt es vielleicht auch mal Bilder, aber ich kann nichts versprechen... z.B. vom unglaublich pudrigen Strand... von wunderschoenen Sonnenuntergaengen... von den Trips zu Tempeln... von Affen die mein Wasser und Julians Muetze klauen... von meinen Einkaeufen ;) ... von den Leuten die wir getroffen haben... sehr schoen hier.

LG Christiane

Sonntag, 24. August 2008

Na, noch jemand hier???

So, wird Zeit mal wieder ein Lebenszeichen abzusetzen: ich halte mich jetzt schon eeeeinige Wochen im bayrischen Nachbarland auf. Und beschäftige mich den lieben langen Tag grob gesagt mit Scheiße (oder feiner ausgedrückt: Abwasser). Und ja, das macht Spaß!

Nach Prag habe ich es immer noch nicht geschafft. Stattdessen aber mehrmals nach Nürnberg (allerdings nicht wirklich zum Sightseeing, sondern eher zum Shopping, unter anderem zum Geburtstagsshopping), und nach Regensburg.

(Regensburg)

Und natürlich war ich auch in Stuttgart:


Nächstes Wochenende steht München auf dem Plan. Und natürlich war ich auch in beautiful Berching, unter anderem bei der world famous Berchinale:


(Bilder rücksichtslos gestohlen bei Jovana im facebook :o. Ganz offensichtlich trinkt man hier i.d.R. Bier.)

Montag, 16. Juni 2008

Zurück in Deutschland - und immer noch unterwegs

So, dat waret aus Asien, falls jemand das nicht mitgekriegt hat. Fünf Monate sind sooo schnell rum... das Semester in Singapur war eindeutig zu kurz. Nun bin ich bei Nürnberg, mache dort mein Praktikum. Und habe vor Deutschland etwas besser kennenzulernen, ich werde mal mit der näheren Umgebung anfangen. Gibt ja genug zu sehen. Und an der Autobahn schaut der Wegweiser nach Prag immer so verführerisch aus... ;)

Dienstag, 27. Mai 2008

Phnom Penh, Singapore!!!

Ich bin zurück in Singapur!! Die letzten beiden Tage habe ich damit verbracht zuviel zu essen und mich nochmal von den wenigen Freunden zu verabschieden die noch in Singapur verblieben sind.
Am Sonntag war ich mit Chonglei in Little India, das sonntags wirklich voll wie bei einem Jahrmarkt ist weil die tausende an indischen und pakistanischen Gastarbeiter da ihren freien Tag haben. Und weil ihre Unterkünfte in der Regel nicht so prickelnd sind treffen sie sich in Little India auf der Strasse. Ich hatte keinen Fotoapparat dabei, und diese _Massen_ an Menschen sind für deutsche Verhältnisse wohl gar nicht vorstellbar.
Am Montag war erst mal bei Deborah an der Uni um meinen Koffer abzuholen, und abends dann mit ein paar meiner Komilitonen essen, hier das Beweisfoto: alle von uns wohlgenährt (um nicht zu sagen: überfressen).

(Edvin, Phuo Sze, Yean Ching, Daniel, Cindy und ich)

Heute war ich dann noch mit Susie ein letztes Mal essen, sie ist noch bis Mitte Juni in Asien unterwegs und geht dann zurück in die USA.

Aber zuvor sollte ich wohl eigentlich noch vom Ende meiner Tour schreiben: nach den faulen Tagen am Strand bin ich zurück nach Phnom Penh gefahren, der Hauptstadt Kambodias. Kambodia ist vor allem für die Jahre der Roten Khmer und Pol Pot bekannt, und so musste ich mir natürlich auch die Killing Fields ansehen (Choeung Ek Memorial, quasi sowas wie Konzentrationslager mit einer Stupa gefüllt mit Schädeln der Opfer), und das Toul Sleng Genocide Museum, eine ehemlige Schule die zum Foltergefängnis umgewandelt wurde.


Die Roten Khmer haben - ähnlich wie die Nazis - all ihre Taten umfangreich dokumentiert. Es gibt hunderte Bilder von Gefangenen die allesamt getötet wurden; von vielen existieren auch Bilder nach der Folter - ziemlich grauslig anzusehen. Des weiteren sind Foltermaschinen ausgestellt und Zeichnungen von Häftlingen und Angestellten beigefügt.


Um das ganze emotional zu verkraften habe ich mich ins Shopping geflüchtet auf den zahlreichen Märkten der Stadt auf denen mal beinahe alles bekommt - leider sind meine 20kg Gepäck für den Rückflug nach Deutschland schon ausgereizt und ich konnte davon nur begrenzt profitieren.
Ausserdem habe ich mir den Royal Palace mit den spannenden (*gähn*) Bildern und Darstellungen der Krönungszeremonie angesehen. Die Silver Pagoda hat dafür wieder wett gemacht.


Und zu guter letzt habe ich mir noch diverse Massagen gegönnt - für 5 Euro die Stunde kriegt man dort schon einen gehobenen Standard. Und danach ging es dann gediegen mit Singapore Airlines zurück nach Singapur.

So. Singapur hat mich noch für etwa 10 Stunden, dann gehts über Dubai nach Frankfurt/nach Hause. Hab mir hoffentlich einen guten Tag dafür ausgesucht, schönes Wetter und so ;)

Das war's dann denke ich soweit (für dieses Mal) aus Asien!! :)

(ja, ich war wirklich hier!! ^^)

Mittwoch, 21. Mai 2008

Sihanoukville, Cambodia

So, meine Reise naehert sich langsam dem Ende. Zum Ausklang bin ich nochmal ganz in den Sueden ans Meer gefahren, nach Sihanoukville, bevor es dann in die Hauptstadt Phnom Penh geht und von dort fuer drei Tage zurueck nach Singapur.
Hier hat es wunderschoene weisse Sandstraende. Sobald mehr als drei Touris zusammen auftreten hat es aber auch findige Verkaeufer: "Manicure?"- "Pedicure?"- "Fruitsalad?"- "Bracelet, madame?"- "buy something!" - "Crab?" - "Mam, massage?". Die Kids lassen sich besonders schwer abschuetteln, sagt man "no, thanks" kommt ein gekraenktes/vorwurfsvolles "why?!" zurueck. - und sobald man den Strand verlaesst auch noch "Moto?", begleitet von einer Geste die sowas wie Gasgeben sein soll; und "Mam, Tuk-Tuk?" natuerlich noch. Heute habe ich geschaetzte 100 Mal "nein, danke" gesagt, ohne Uebertreibung!
Aber dennoch ist es hier wirklich nett. Die meisten sind trotzdem sehr freundlich und auch fuer in Schwaetzchen aufgelegt; fragen nach dem Namen, der Familie etc. und wollen dabei ihr Englisch etwas verbessern.

Naja, aber ansonsten passiert hier nicht viel: ich liege am Strand, schluerfe meine Limejuices und Coconutshakes, und ab und an wird etwas geplanscht - das wars, und genauso wars auch gedacht ;)

(meine Wenigkeit ganz allein am Strand)

Freitag, 16. Mai 2008

Si Phan Don, Laos und Angkor Wat, Kambodia

So! Seit letztem Posting ist's schon wieder etwas her! Nach Savannakhet gings nach Pakse, von Pakse nach Si Phan Don: den viertausend Inseln an der breitesten Stelle im Mekong. Auf der Insel gibt es Strom nur aus dem Generator oder der Autobatterie, kein fliessend Wasser (nur Mekong- oder Regenwasser aus Tanks), und alles dort ist sehr relaxt und einfach. Ich habe mir mit Helen, einer Britin die ich im Bus nach Pakse kennengelernt hatte, einen Bungalow geteilt der direkt auf den Mekong blickt.


Unter Bungalow darf man sich auf Don Det, unserer Insel, nichts mondaenes vorstellen: es ist lediglich eine Holzhuette mit zwei Betten und einem rieeeeesigen Balkon. Kostet dafuer auch nur 50 cent pro Nacht. Special feature dort: drei Haengematten. Die haben wir ausgiebig durchgetestet. Don Det ist in erster Linie zum Nichtstun gut - ich habe viel gelesen, wir sind um die Insel geradelt, haben uns die Mekong-Wasserfaelle angeschaut; sind mit einem Traktorreifen den Mekong runtergepaddelt und haben uns mit unseren Landlords und ihren zwei kleinen Kindern die Zeit vertrieben. Und nicht zu vergessen die Fauna: ab und an kam eine Huehnerfamilie zu uns auf den Balkon, eine Entenmama mit Nachwuchs gabs auch; Kuehe besuchten uns im Vorgarten, und eine Sau hat sich im Schlamm gegenueber gesuhlt.

(ein etwas unscharfes Bild von den super-neugierigen Entenkueken)


Nach der Erholung in Si Phan Don gings dann nach Kambodia. Es ist schon unglaublich wie stark sich die verschiedenen Laender hier unterscheiden - viel staerker als innerhalb Europas. Auch das Essen ist etwas anders: bei jedem Busstop kommen Frauen mit Snacks daher. In Kambodia bestanden diese Snacks aus aufgespiessten, geroesteten Kaefern, fritierten Spinnen und - ganz ekelig - fritierten Huehnerembryonen.


Es gibt aber auch normales Essen, keine Sorge.

Nach einer Uebernachtung in Kratie bin ich dann direkt nach Siem Reap gefahren, der Ausgangsstation fuer Angkor Wat.
In jedem Reisefuehrer kann man lesen dass Angkor Wat ein absolutes MUSS ist, dass es sooo beeindruckend ist etc. pp. Irgendwie war ich nicht so ganz ueberzeugt und hielt das fuer etwas uebertrieben - aber als ich gestern dann dort war war ich wirklich ueberwaeltigt, und ich denke selbst in Bildern kann man das nicht wirklich ausdruecken. Die Tempelanlagen sind ueber viele Quadratkilometer verteilt, ich bin gestern an die 35 km geradelt um nur einen Bruchteil zu sehen (und das bei 32 Grad und mit einem Fahrrad ohne Gangschaltung!!).

Angkor war viele Jahre lang mehr oder minder vernachlaessigt und wurde erst vor 150 Jahren "wiederentdeckt" und von Urwald befreit. Trotzdem - oder vielleicht gerade deswegen - hat es die knapp 1000 Jahre gut ueberstanden: in vielen der mehrstoeckigen Tempelanlagen kann man herumlaufen und Entdecker spielen.

(Glaeubige vor einer Buddhastatue im Bayon-Tempel)

(einer der wohl beruehmtesten Tempel, Ta Prohm - bekannt aus Tomb Raider, ueberwachsen von Urwaldriesen)




(und als Highlight: Angkor Wat selbst)

Mittwoch, 7. Mai 2008

Luang Prabang, Plain of Jars und Savannakhet...

So, es ist zwar nicht viel Zeit vergangen, aber trotzdem viel passiert! Nach Vang Vieng ging es nach Luang Prabang weiter in den Norden, natürlich nicht ohne die obligatorische Reifenpanne die uns an diesem Flecken eine Pause beschert hat:


Luang Prabang ist ein wunderschönes, französisch angehauchtes Städtchen am Mekong, das ziemlich zum Müssiggang einläd. Viel gemacht habe ich dort folglich auch nicht - geshoppt auf dem Nightmarket, am Fluss entlang gelaufen, mir Sonneuntergänge an- und den Fischern bei der Arbeit zugeschaut,


über eine Bambusbrücke zu einem kleinen Dorf gelaufen:

- und mir dort mutigerweise für einen Euro die Haare schneiden lassen, ohne dass die "Friseuse" (es war eher ein Wohnzimmer mit Waschtisch) ein Wort englisch, noch ich das Lao-Wort für "nur die Spitzen" konnte. Hat aber funktioniert, und eine super Kopfmassage gabs noch dazu.

Und Kajak gefahren bin ich nochmals, diesmal auf einem etwas "anstrengenderen" Fluss.

Dann habe ich noch einige Wasserfälle besucht mit türkisfarbenen, glasklarem Wasser: die Wasserfälle bestanden aus einer Kaskade von Pools, und in einigen von ihnen konnte man auch schwimmen.


Nach Luang Prabang habe ich mich auf die Fahrt zu der "Plain of Jars" gemacht, der "Ebene der Tonkrüge", genau wie Luang Prabang UNESCO-Kulturerbe. Die Krüge bestehen allerdings nicht aus Ton, sondern aus massivem Stein, sind 1 bis 3 Meter hoch und mindestens 2000 Jahre alt. Wieso sie da in der Gegend verteilt sind weiß man nicht so genau - man vermutet dass sie als Urnen für Verstorbene verwendet worden sind.

Um zu den Krügen zu kommen muss man durch einige Reisfelder marschieren, über ein paar Zäune kletter und sich an Wasserbüffeln vorbeiwagen.


Und, ganz wichtig: immer innerhalb der Markierungen bleiben:


Dieser Teil Laos' gehört zu dem am heftigst bombardierten in Laos, und Laos ist das am schwersten bombardierte Land der Welt - hier wurden von den Amerikanern mehr Bomben abgeworfen als im zweiten Weltkrieg über Deutschland und Japan zusammen. Während des "Vietnam"-Krieges haben die Amerikaner große Teile Laos' zurück in die Steinzeit gebombt weil hier der Ho Chi Minh Pfad verlief, die Versorgungslinie der nordvietnamesischen Armee. Auf einen Einwohner Laos' kommen etwa 0,5 Tonnen an Bomben, darunter natürlich sehr viele Blindgänger die bis heute eine Gefahr sind. Durch die vielen Blindgänger ist die landwirtschaftlich orientierte Wirtschaft hier ziemlich am Boden- was wiederum viele Menschen, besonders Kinder, in den Metallhandel treibt, was bedeutet: sie sammeln die Blindgänger und Streubomben ein um das Metall zu verkaufen. Das läuft natürlich regelmäßig schief.
In Phonsavanh gibt es ein Informationszentrum das täglich mehrere Aufklärungsfilme zeigt, aber das "schnelle" Geld ist für die arme Bevölkerung verständlicherweise schon verlockend.

In Phonsavanh hat mich dann der Einbruch der Regenzeit überrascht die eigentlich erst Ende Mai beginnt - oder vielleicht waren es auch Ausläufer von Nargis. Danach musste ich meine Pläne etwas umstellen weil die Strecke/Piste in den Süden nicht mehr befahrbar ist. Also musste ich den ganzen Weg zurück nach Vientiane, und von dort in den Süden fahren. Seit gestern befinde ich mich in Savannakhet in Zentrallaos und erhole mich von den über 20 Stunden Karaokemusik in betäubender Lautstärke im Bus - unter anderem mit einer einstündigen Massage für zweieurofuchzig ;). Heute ist wieder schönster Sonnenschein und an die 40°, zu heiß um während des Tages irgendwas zu unternehmen.

Den größten Teil des Tages habe ich heute mit der Essensbeschaffung verbracht - man merkt dass die Gegend hier langsam seeehr untouristisch wird. Es gibt hier zwar einige "falang", Europäeer etc., aber kaum Restaurants die darauf eingestellt sind. Nicht dass ich Hemmungen hätte in den Straßenständen zu essen deren Ausstattung eher an eine Autowerkstatt erinnert - nein, mein Magen ist mittlerweile einiges gewohnt. Das Problem ist eher, den Leuten ohne laotische Sprachkenntnissen das Konzept von vegetarischer Ernährung nahezubringen. Naja, es wäre auch mit Sprachkenntnissen ein Problem, denn es gibt kein Wort für "vegetarisch". Und wenn man sich die Speisekarte so ansieht - vorausgesetzt es gibt überhaupt eine, und sie ist in lateinsichen Lettern verfasst -, dann merkt man dass für dieses Wort eigentlich auch keine Verwendung besteht.
Also bleiben nur die paar Restaurants die schon den ein oder anderen Vegetarier vor mir gesehen haben - und meinen Touristen seien ganz begeistert vor thailändischer Karaokemusik (glücklicherweise ist es hier schon zumindest soo unturistisch dass es zumindest keine Endloswiederholungen von "Friends"-Folgen gibt)
In diesen Restaurants gibts dann die typische Schmackhaftigkeiten wie "fried rice with vegetables" (i.d.R. Okra, Karotte, Mais und Kohl); "fried vegetables" (i.d.R. Okra, Karotte, Mais und Kohl mit Reis) oder "deep fried vegetables" (überraschenderweise: Okra, Karotte, Mais und Kohl). Bei letzterem hat man oft Glück und es schmeckt nicht nach Fisch- oder Austernsoße.
Schade eigentlich, denn es gibt wirklich super leckere Lao-Curries, aber die sind hier nicht auf der Karte vertreten. Tja, das hier ist halt doch nicht Singapur... :)