Nach nun sechs Wochen in Kanada gibt es noch immer kaum Berichtenswertes, aber ich werde trotzdem mal einen Versuch starten und ein paar Erkenntnisse mit euch teilen.
Kanada ist nicht Asien.
Rein geographisch war mir das zwar klar, aber trotzdem hat die Erkenntnis etwas länger gebraucht. Meine Aufenthalte in Singapur, China oder Korea hatten einen unglaublich hohen Exotikfaktor - tolles Essen, außergewöhnliche Menschen, neue Kulturen... Kanada dagegen: Essen gleich, Menschen nicht groß verschieden von zuhause - und auch die kulturelle Landschaft kann man nicht gerade als außergewöhnlich bezeichnen.
Es gibt natürlich auch Gutes zu berichten - die Ladenöffnungszeiten z.B., ein großes Plus (für das man mit extrem hohen Lebensmittelpreisen bezahlt, aber naja, ich wollte ja was positives schreiben.... ;) ).
Lonely planet hat (fast) immer recht
Hoffnungen, dass alle Informationen meiner Vorabrecherche nicht mehr akkurat wären und sich Hamilton in den letzten Jahren von einer typischen Stahlindustriestadt in einen zweiten strahlenden, kulturell boomenden Ruhrpott verwandelt hätte, haben sich leider nicht bewahrheitet. Mein Lonely planet, Ausgabe von 2003, spricht von "efforts to clean-up the city". Dabei muss es wohl geblieben sein. Wir wohnen glücklicherweise nicht downtown (=bissl verratzt), sondern im Westen (=Univiertel). Den (die?) Niagara Escarpment kann Hamilton aber keiner nehmen - besonders jetzt, wenn die Herbstfarben auftauchen, kommt hier fast etwas Stuttgart-Kessel-Feeling auf.
Wer Weingüter besuchen will, der braucht einen Chauffeur
Herumreisen ist natürlich wie in den meisten Industrieländern eher teuer - ein eigenes Auto ist ein großer Vorteil.
Ein Wochenende z.B. waren wir südöstlich von hier auf mehreren Weingüter zur Weinprobe. Die drei besuchten Weingüter lassen sich allesamt praktisch nur mit eigenem Wagen erkunden - was das Ganze etwas sinnlos macht, denn das Alkohollimit ist hier recht niedrig. Gut, das Julian mich ohnehin nicht ans Steuer lässt und sich die Frage "wer fährt?" von vornherein erledigt :p.
Niagarafälle - overrated :(
Verbunden haben wir das ganze dann mit einem Besuch der Niagarafälle. Not impressed. Die sind sicherlich außergewöhnlich - aber anhand des Hypes, der darum gemacht wird, hatte ich doch etwas deutlich imposanteres erwartet. Naja, als Hintergrund für ein paar Fotos war's recht.
Ich und Arbeit?!?
Zur Jobsuche gebe ich jetzt mal keine Auskunft da es nichts zu erzählen gibt. Das darf man nun aber nicht auf den kanadischen Jobmarkt schieben, sondern hauptsächlich auf meine Planlosigkeit. Naja, das wird auch noch ;).
Mittwoch, 13. Oktober 2010
Dienstag, 18. Mai 2010
wieder Korea...
Mittlerweile bin ich schon seit zwei Wochen wieder in Korea. Viel zu berichten gibt es aber nicht - die meisten Sightseeingspots habe ich schon letztes Jahr besucht, und nachdem meine Diplomarbeit durch ist, bin ich gerade auch sehr happy damit, einfach nur lange im Bett zu bleiben und nichts zu tun.
Hier mal ein paar Bilder von den wenigen Dingen die bisher passiert sind:

Vor der Abfahrt in Stuttgart, noch in der S-Bahn am 1.Mai. Die Reise geht zuerst nach Istanbul, und von dort weiter nach Seoul. Gottseidank gab es da mal gerade keine Aschewolke aus Island ueber Europa.
In Seoul angekommen konnte Julian mich nicht abholen, weil er mit dem Kletterkurs unterwegs war, von dem es spaeter noch was zu erzaehlen gibt. Also habe ich meine Koffer gepackt, bin durch die Immigration, am Geldautomaten eine Million koreanische Won abgehoben (ich bin reich!!!), Handy gemietet (selbst mein Quadbandhandy bringt mir hier nichts, hier laeuft alles ueber UMTS - und jeder empfaengt kostenslos mehrere Fernsehsender ueber sein Handy! Sehr praktisch in der U-Bahn), habe mein Busticket gekauft und bin etwa eine Stunde vom Flughafen Incheon nach Seoul gefahren. Im Ausland habe ich im Bus oft Panik, meinen Stop zu verpassen, ich musste mich daher sehr beherrschen nach insgesamt 17 Stunden unterwegs nicht einzuschlafen. Aber Korea ist so einfach - die Stops werden alle auf koreanisch und englisch angesagt.
Auf dem Weg dorthin habe ich versucht, Julian anzurufen um mitzuteilen, wann ich genau da bin - man weiss ja nie genau, wie lange alles dauert. Leider habe ich mir wohl die falsche Nummer notiert, denn es ging nur ein Band mit einer netten Dame ran, die mir wohl mitteilen wollte, dass die Nummer nicht vergeben ist. Bloed. Julian hatte meine Nummer natuerlich nicht, ich hatte das Handy ja erst kurz zuvor gemietet. Naja, dachte ich mir, er wird schon irgendwann demnaechst an der Bushaltestelle vorbeischauen wenn ich mich nicht melde. Hat er dann auch. Eine Stunde spaeter. Naja, war nicht so wild. Zu ihm nach hause ist es von dort nicht mehr weit, und selbst sein koreanisches Bett (nur eine sehr duenne Matratze direkt auf dem Boden) fuehlte sich super bequem an.

Im Laufe der Woche sind wir dann mal ins Namsangol Hanok Village beim Namsan Park gefahren. Hanok ist ein Begriff fuer die traditionellen Haeuser, mit geschwungenen Daechern und so. Dieser Park ist aber mitten in der Stadt, und deswegen nicht uebermaessig gross. Vergangenes Jahr war ich ja in Suwon im Folk Museum, das tatsaechlich ein gesamtes Dorf war; weiter im Sueden gibt es wohl noch bessere Museen dieser Art. Das Namsangol in Seoul ist jedenfalls sehr klein, mit nur fuenf Haeusern. Aber dafuer war gerade irgendein Festival im Gange, und es gab ein paar Vorfuehrungen und so weiter. Demnaechst gibt es vielleicht noch ein paar weitere Posts. Mal sehen.
Hier mal ein paar Bilder von den wenigen Dingen die bisher passiert sind:
Vor der Abfahrt in Stuttgart, noch in der S-Bahn am 1.Mai. Die Reise geht zuerst nach Istanbul, und von dort weiter nach Seoul. Gottseidank gab es da mal gerade keine Aschewolke aus Island ueber Europa.
In Seoul angekommen konnte Julian mich nicht abholen, weil er mit dem Kletterkurs unterwegs war, von dem es spaeter noch was zu erzaehlen gibt. Also habe ich meine Koffer gepackt, bin durch die Immigration, am Geldautomaten eine Million koreanische Won abgehoben (ich bin reich!!!), Handy gemietet (selbst mein Quadbandhandy bringt mir hier nichts, hier laeuft alles ueber UMTS - und jeder empfaengt kostenslos mehrere Fernsehsender ueber sein Handy! Sehr praktisch in der U-Bahn), habe mein Busticket gekauft und bin etwa eine Stunde vom Flughafen Incheon nach Seoul gefahren. Im Ausland habe ich im Bus oft Panik, meinen Stop zu verpassen, ich musste mich daher sehr beherrschen nach insgesamt 17 Stunden unterwegs nicht einzuschlafen. Aber Korea ist so einfach - die Stops werden alle auf koreanisch und englisch angesagt.
Auf dem Weg dorthin habe ich versucht, Julian anzurufen um mitzuteilen, wann ich genau da bin - man weiss ja nie genau, wie lange alles dauert. Leider habe ich mir wohl die falsche Nummer notiert, denn es ging nur ein Band mit einer netten Dame ran, die mir wohl mitteilen wollte, dass die Nummer nicht vergeben ist. Bloed. Julian hatte meine Nummer natuerlich nicht, ich hatte das Handy ja erst kurz zuvor gemietet. Naja, dachte ich mir, er wird schon irgendwann demnaechst an der Bushaltestelle vorbeischauen wenn ich mich nicht melde. Hat er dann auch. Eine Stunde spaeter. Naja, war nicht so wild. Zu ihm nach hause ist es von dort nicht mehr weit, und selbst sein koreanisches Bett (nur eine sehr duenne Matratze direkt auf dem Boden) fuehlte sich super bequem an.
Im Laufe der Woche sind wir dann mal ins Namsangol Hanok Village beim Namsan Park gefahren. Hanok ist ein Begriff fuer die traditionellen Haeuser, mit geschwungenen Daechern und so. Dieser Park ist aber mitten in der Stadt, und deswegen nicht uebermaessig gross. Vergangenes Jahr war ich ja in Suwon im Folk Museum, das tatsaechlich ein gesamtes Dorf war; weiter im Sueden gibt es wohl noch bessere Museen dieser Art. Das Namsangol in Seoul ist jedenfalls sehr klein, mit nur fuenf Haeusern. Aber dafuer war gerade irgendein Festival im Gange, und es gab ein paar Vorfuehrungen und so weiter. Demnaechst gibt es vielleicht noch ein paar weitere Posts. Mal sehen.
Dienstag, 7. Juli 2009
Yunnan, China
So, nachdem es in China leider nicht hingehauen hat mit regelmäßig bloggen (google blogs sind da wohl gesperrt) gibts hier einen kleinen Nachtrag.
Kurz zusammengefasst: wir sind 20 Tage rumgereist; los ging es in Guangzhou in der Proving Guangdong, dann per Flieger nach Kunming in Yunnan; nach Lijiang, dann Baisha, Tiger leaping gorge, Shangri-La, Deqin, Feilai Si, Yubeng und zurück nach Deqin; dann weiter nach Dali und von dort den ganzen Weg zurück nach Lijiang, Kunming und Guangzhou. Dabei haben wir um die 4000 km zurückgelegt und über 4000 Höhenmeter überwunden auf dem Weg von subtropischen Guangzhou bis ins im Himalayagebirge liegende Deqin.
![]() |
| China |
Kurz zusammengefasst: wir sind 20 Tage rumgereist; los ging es in Guangzhou in der Proving Guangdong, dann per Flieger nach Kunming in Yunnan; nach Lijiang, dann Baisha, Tiger leaping gorge, Shangri-La, Deqin, Feilai Si, Yubeng und zurück nach Deqin; dann weiter nach Dali und von dort den ganzen Weg zurück nach Lijiang, Kunming und Guangzhou. Dabei haben wir um die 4000 km zurückgelegt und über 4000 Höhenmeter überwunden auf dem Weg von subtropischen Guangzhou bis ins im Himalayagebirge liegende Deqin.
Dienstag, 14. April 2009
Montag, 13. April 2009
Seoul, Nami Island, Suwon
| Von Korea |
So, mitterweile ist mein Urlaub auch schon etwas weiter fortgeschritten. Ich geniesse gerade den Vormitag alleine, waehrend Julian an der Uni ist. Vergangene Woche war ereignisreich: voriges Wochenende waren wir in Nami Island. Ich war allerdings vom Flug noch total muede, Daher haben wir dort ausser kochen und spazierengehen nicht viel geschafft. Aber dafuer war das Wochenende ja auch gedacht.
Am Montag habe ich dann meine Sightseeing-Tour durch Seoul gestartet im Gyeongbokgung Palace.
| Von Korea |
| Von Korea |
Die Tempelanlage ist riesig, und obwohl man immer noch mitten in Seoul ist fuehlt man sich wie mitten in der Natur. Gerade ist auch Kirschblueten- und Magnolienbluetenzeit, und damit nahezu die ideale Zeit.
Neben Sightseeing war ich auch viel Shoppen, unter anderem beim Dongdaemun Market. Bisher habe ich nur die Eindruecke auf mich wirken lassen und noch kaum etwas gekauft; heute abend soll das anders werden.
Eigentlich gibt es auch in Seoul genug zu sehen, aber ich wollte trotzdem mal etwas raus und bin daher Donnerstag mit der Bahn in ein Folklore-Dorf in der Naehe von Suwon, etwa 1 Stunde suedlich von Seoul, gefahren. Das ist so eine Art Living History Museum, und neben den verschiedenen Haeusern kann man auch viele Handwerker sehen die zum Beispiel Seide spinnen oder Koerbe flechten.
| Von Korea |
| Von Korea |
| Von Korea |
| Von Korea |
| Von Korea |
Die Baender sind an der Muetze der Taenzer befestigt, und indem sie den Kopf bewegen und Spruenge ausfuehren bringen sie diese dazu schoene Formen zu bilden. Das letzte Wochenende waren wir dann an der Ostkueste in Sokcho. Von dort ist es nicht weit zum Seoraksan Nationalpark; Bilder davon gibts naechtest mal da Julian seine Kamera heute nicht dagelassen hat und ich keine Fotos geschossen habe.
Dienstag, 7. April 2009
Seoul
So, hier gibts mal wieder was neues :) Ich bin gerade in Seoul unterwegs. Obwohl ich schon fuenf Tage hier bin kommt es mir vor als haette ich noch so gut wie nichts gesehen. Am Wochenende waren wir in Nami-san; unter der Woche muss Julian ja an die Uni, so dass ich den Vormittag fuer mich habe und die ganzen touristischen Dinge machen kann. Oder auch mal ausschlafen :)
Essenstechnisch ist Korea eine kleine Herausforderung da ich natuerlich nie weiss was vegetarisch ist, und um danach zu fragen fehlen mir die Sprachkenntnisse. Neue Sachen ausprobieren kann ich deswegen nur wenn Julian dabei ist und fuer mich bestellt - was aber auch schief gehen kann: letztens hatte ich zwar wie gewuenscht kein Fleisch, dafuer aber Tintenfisch und Muscheln in meiner Suppe. ;) - war aber kein Problem das umzutauschen.
Essenstechnisch ist Korea eine kleine Herausforderung da ich natuerlich nie weiss was vegetarisch ist, und um danach zu fragen fehlen mir die Sprachkenntnisse. Neue Sachen ausprobieren kann ich deswegen nur wenn Julian dabei ist und fuer mich bestellt - was aber auch schief gehen kann: letztens hatte ich zwar wie gewuenscht kein Fleisch, dafuer aber Tintenfisch und Muscheln in meiner Suppe. ;) - war aber kein Problem das umzutauschen.
Abonnieren
Posts (Atom)

