Sonntag, 16. März 2008

Mosaic Music Festival

Heute ist der letzte Tag des Mosaic Music Festivals hier in Singapur. Die ganze letzte Woche gab es unzählige Konzerte, darunter einige echt bekannte Gruppen, aber auch viele kostenlose Konzerte. Gestern Abend waren wir bei einer malaysischen zwei-Mann-Band - die waren echt super!

Und nachdem ich es endlich Freitag nacht mal geschafft habe meinen Foto mit in die Stadt zu nehmen kriegt ihr auch mal ein bißchen was von Singapurs Skyline zu sehen:

(die Esplanade - Theaters on the Bay: Singapurs Theaterhaus direkt an der Mündung des Singapur Rivers - größer noch als die Oper in Sydney. Wegen ihrer Form werden sie "Durians" genannt. Durians sind Stinkfrüchte die es gott-sei-dank zuhause nicht gibt ;) )


(gegenüber vom Esplanade Park: die Mündung vom Singapur River in Marina Bay; im Zentrum des Bildes müsste man auch den berühmten "Merlion" sehen, eine wasserspeiende Hybrid-Figur aus Löwe und Fisch oder sowas)

(Boat Quay, die kleine Schwester von Clarke Quay, mit unzähligen Bars, Restaurants und Clubs mit super Atmosphäre direkt am Singapur River)

Heute Abend steht "Amplitude" auf dem Programm, ein a capella Konzert der verschiedenen Halls im unieigenen Konzertsaal (ja, sowas gibts zuhause auch nicht... aber schließlich ist hier auch ein Konservatorium mit an der Uni).

So, und damit ich heute Abend da auch guten Gewissens hin kann mach ich mich jetzt mal endlich an die Programmieraufgabe für mein Wärmetauscher-Designprojekt... das wartet schon eine ganze Weile auf mich ;)

Samstag, 15. März 2008

"Tolle" Sachen die's zuhause nicht gibt - die zweite

Windows Vista für 13 Ringgit = 2,63€
- heute beim Shoppen in Malaysia gesehen, aber natürlich nicht gekauft. Sowas tut man ja nicht. Kann man schließlich an der Uni für umme runterladen hab ich gehört ;)

W-Lan-Spots im Bus
Ja, das hab ich zuhause noch nicht gesehen! Höchstens im ICE. Braucht halt nur kein Mensch auf einer 5 minütigen Busfahrt.

Gepolsterte Stühle im Vorlesungssaal
- kommt zuhause vielleicht auch bald, wir bezahlen ja schließlich jetzt Studiengebühren! (ähh... ihr bezahlt Studiengebühren. Ich bin ja im Urlaubssemester ;) )

Dienstag, 11. März 2008

"Tolle" Sachen die's zuhause nicht gibt - die erste

Plastikcarrier für heiße Kaffeebecher
gibts vermutlich aus Umweltschutzgründen zuhause nicht. Wer sich's nicht vorstellen kann: Das ist quasi eine Plastiktüte mit Loch unten drin in das man genau den Kaffeebecher einhängen kann. Den kann man dann bequem an den Henkeln nehmen ohne sich die Finger zu verbrennen. Und man schafft locker sechs Kaffees auf einmal. Nicht dass ich so viel auf einmal trinken würde, auch wenn der Kaffee hier nur 60 cent kostet, also 30 Euro-cent.

Abwechslung beim Rechnen
Statt immer alles nur in standardisierten Einheiten zu berechnen gibts hier immer mal wieder etwas Abwechslung: angefangen bei pound und inch über psig, btu, erg, poise, ft und stones... öfter mal was neues halt!

Mir fällt bestimmt bald noch mehr zu dieser Rubrik ein. Der Regenschirmautomat gehört ja eigentlich auch hierher.

Montag, 3. März 2008

Recess week in Ost-Java, Indonesien

Letzte Woche war hier Recess week. Eigentlich bedeutet das, endlich mal Zeit zu haben um seinen Stoff nachzuarbeiten, aber man ist ja nicht jeden Tag in Asien, also habe ich mir wie fast alle Exchange students eine Urlaubswoche gegönnt.

Nach meiner Präsi am Samstag (*nerv*) konnte ich Sonntag dann auch endlich starten. Jakarta war nur eine kurze Zwischenstation auf dem Weg nach Jogya in Zentraljava.
(abends im Park von Jakarta)

Dorthin sind wir mit dem Exekutif-Zug gefahren und haben uns ein Deluxe-Zimmer gegönnt. Ist in Indonesien trotzdem nicht teuer; und eine Stunde Massage hatten wir uns fanden wir auch verdient nach der ganzen Nacht im Zug.

Jogya liegt günstig um die Tempel Prambanan und Borobudur zu besichtigen. Erster ist ein Hindu-, zweiter ein buddhistischer Tempel.

Wir waren die Hauptattraktion für die indonesischen Schulklassen und kamen uns vor wie Filmstars die ständig um Fotos gebeten wurden.

Nach Jogya ging es zum Gunung Bromo, einem aktiven Vulkan. Er liegt etwa 2300 m hoch, und entsprechend kalt war es dort auch - super angenehm nach 2 Monaten Hitze! Morgens um 4 sind wir aufgebrochen um den Sonnenaufgang vom Krater aus zu sehen, und wir wurden auch belohnt: nach 1 1/2 Stunden Aufstieg gab es tatsächlich klare Sicht was in der Regenzeit wirklich sehr selten der Fall ist.


Der Semero liegt ein ganzes Stück entfernt, ist aber auch toll zu beobachten weil er alle 20 Minuten spuckt:

(Semero, 3659 m hoch)

Wir waren off-season am Bromo und daher auch nur mit wenigen anderen Touris auf der Bergstation, so dass es wirklich super gemütlich war. Am nächsten Morgen haben wir uns überreden lassen und einen Ausritt auf den Ponies gemacht. War spaßig, besonders wenn man am Grat entlangreitet und neben einem der Abhang lauert... Aber die Pferdchen sind schon sehr trittsicher.

("Karak" und ich - er war nicht immer so verschlafen, im Gegenteil ;) )

Einer der Guides hat uns die Geologiestation gezeigt die quasi im Wohnzimmer des Bergwächters liegt - überwacht wird der Bromo zwar, aber die Messeinrichtungen im inneren des Krates werden immer wieder geklaut und vertickt. Ein Frühwarnsystem oder ähnliches gibt es nicht, dazu hat es in Indonesien einfach zu viele Vulkane.
Insgesamt erinnert die Landschaft dort eher an die Anden oder den Mond; total unwirtlich. Ich kann auch nicht verstehen wie Menschen an einem Ort leben können an dem es konstant nach Schwefeldämpfen stinkt und selbst Bäume nicht überleben können... Grund ist vermutlich dass die steile Aussenseite der Caldera unglaublich fruchtbar ist. Dort wächst jede Menge Gemüse etc., und außerdem Engelstrompeten - die werden nicht angebaut weil sie so wunderhübsch sind, sondern weil sich daraus ein berauschender Tee brauen lässt.


Nach zwei erholsamen Tagen in den Bergen ging es erst wieder ins flache Land und per Minibus durch Reisfelder und Schlaglochpisten erneut ins Hochland zu einer Kaffeeplantage am Kawah Ijen, ebenfalls ein Vulkan. Neben Kaffee werden dort auch Erdbeeren angebaut, und ratet mal was wir dort gegessen haben ;) Hab mir auch Erdbeermarmelade mitgebracht. Nach einem Bad in den heißen Quellen gings wieder früh ins Bett; inzwischen zu dritt: Josiane war nach Bali aufgebrochen (dafür hatte ich zuwenig Zeit), und am Bromo habe ich Vera und Karin kennengelernt und bin mit ihnen weiter. Die Arbeiter der Kaffeeplantage wohnen mit ihren Familien in Wohnungen auf der Plantage, fernab vom nächsten Ort. Fotografiert zu werden ist für die Kids daher eine super Abwechslung:

Um 4 Uhr morgens gings dann erneut los zum Ijen weil da die Schwefeldämpfe noch nicht sooo schlimm sind. Der Ijen speit flüssigen Schwefel der von Minenarbeitern abgebaut wird. Das sind wirklich arme Schweine: Der Schwefel wird in der "Hexenküche" gestochen und dann erst im inneren des Kraters 200 m hoch- und dann den Berg 3 km weit hinuntergetragen.

(Hexenküche: das kleine schwarze rechts unten ist einer der Minenarbeiter!)

Die Bambuskörbe mit dem Schwefel wiegen etwa 80 Kilo, der Schwefeldampf beißt furchtbar in den Augen und Lungen, und der Abstieg ist so steil dass die Knie nicht lange mitmachen. Die meisten Minenarbeiter haben mit mitte 30 keine Zähne mehr, die Lebenserwartung ist 40-50 Jahre. Sie dürfen keine Mulis oder etwas benutzen: die würden den Weg zu stark beschädigen. Von maschinellen Hilfsmitteln ganz zu schweigen; offenbar ist es billiger 200 Minenarbeiter zu beschäftigen. Nicht einmal einen Atemschutz stellt die Firma.

(einer der Minenarbeiter beim Abstieg)

Daher bringen viele Touris und Guides ihnen etwas mit: Sandwiches, Süßigkeiten, Zigaretten - und die freuen sich darüber weil sie ziemlich isoliert im Camp wohnen. Wir haben auch unsere Vorräte komplett geplündert.

Der See im Inneren des Krates ist leuchtend blau; sein pH-Wert liegt aber bei 0,4, das heißt man sollte besser nicht darin baden wenn man nicht komplett verbrutzeln möchte. Thommy, unser Guide hat erzählt dass es früher immer mal wieder Unfälle gab weil die Minenarbeiter per Bambusboot über den See mussten; heute gibt es einen Fußweg.


Nach dem Ijen sollte es wieder zurück in den Norden gehen; allerdings sprang unser Minibus auch nach einer perfekten 3km langen abschüssigen Strecke und Anschieben nicht an, und kam schließlich vor diesem kleinen Hügel zum stehen, so dass wir im Nirgendwo warteten uns von der zufällig vorbeikommenden Polizei die Batterie leihen mussten.


Zuerst gings dann nach Probbolingo am Fuße des Bromo, von dort mit dem Bus nach Surabaya, von Surabaya mit dem Nachtzug nach Jakarta (nur für mich), und nach einem halben Tag in Jakarta dann mit dem Flieger nach Batam, einer Insel vor Singapur und die letzen Kilometer per Fähre und Bus nach hause. So schnell kann eine Woche herumgehen... Hier noch das Abschiedsfoto mit unserem Guide Thommy und unserem Fahrer Roy: Der Fotograf hatte das erste Mal einen Foto in der Hand!!

So, ich hoffe damit entspreche ich den Wünschen nach mehr Fotos ;)

Sonntag, 17. Februar 2008

Chingay parade

Die Chingay-Parade ist eine der Nachwehen der Neujahrsfeierlichkeiten. Es heißt es sei die größte Streetparade hier in Asien, aber hier wirft man ja gerne mit Superlativen um sich. Das Motto dieses Jahr war "star wars". Was dahinter steckt wusste von den Leuten um mich rum keiner so genau, und so ganz ernst genommen hat das ausser diesen Typen hier auch eigentlich niemand:

Die Parade hatte eher mehrere Mottos, darunter das Motto Formel 1 da dieses Jahr zum ersten Mal in Singapore ein Rennen ausgetragen wird, und zwar auf den Straßen wie in Monaco. Der Auftakt der Parade war daher ein Formel 1-Rennwagen der durch die Straßen gerast ist, den Motor hat aufheulen lassen, riskante Schlidder- und Wendemanöver vollführt und dabei jede Menge Gummi auf der Straße gelassen hat. Leider war ich zu langsam mit meiner Kamera ;)

Das eigentliche Thema der Parade lässt sich wohl am ehesten mit "Mulitkulti" umschreiben.




Das hier ist zwar etwas unscharf, finde ich aber trotzdem total gut:

Anschließend wurde auf den Straßen bis zum Morgengrauen getanzt.

Das hier sind Josiane und A. (Name vergessen, sorry, war zu kompliziert), und Danny mit dem ich mir die Parade angeschaut habe.

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Yepp. Soviel zur Parade. Dann habe ich am Samstag ja endlich mal meinen Auftrag erledigt und den Pool fotografiert (und bin hinterher noch kurz reingesprungen). Das ist der große der zwei Pools, den anderen mit den Liegestühlen müsst ihr euch links noch vorstellen.

Und da ich meinen Foto dann schon mal mit auf dem Campus rumgeschleppt habe wurde gleich noch mehr (oder Meer) geknippst: der Hafen von der Bibliothek aus gesehen:

Das ist hier der Ersatz für Kaugummiautomaten (Kaugummis gibts in Singapur ja nur auf ärztliches Rezept und gegen Vorlage des Ausweises): Regenschirmautomate! Gibt es überall auf dem Campus. Macht hier auch wirklich Sinn.


So. Dat waret von heute.

Yummie

So, bevor ihr nach dem nächsten Post jetzt alle denkt "na die lässt sichs aber gutgehen" zeig ich euch erst mal was ich hier so alltäglich zum Frühstück vorgesetzt bekomme: gebratene Nudeln mit Kohl und Ei. Schmeckt _etwas_ besser als es aussieht. Aber wirklich nur etwas.

Donnerstag, 14. Februar 2008

Happy V-Day!!

Ja, was hier in Asien alles gefeiert wird, gell? Heute schallt einem überall "Happy v-day!!!" entgegen. Man kann Blumensträußchen kaufen und Herzchen-Luftballons... und die letzten zwei Tage konnte man seinem Schwarm ein von der Hallband live gesungenes Ständchen widmen.
Toll, was?